Unsere Zuschnitte vom Schwein

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Schweinekamm

Schweinekamm

Der Schweinekamm, auch als Schweinenacken oder Schweinehals bekannt, ist die Verlängerung des Kotelett-Stranges im Hals des Tieres. Zwischen den Fleischfasern ist viel Fett eingelagert, daher ist dieses Teilstück besonders aromatisch und saftig.

Zubereitung

Ob Schmoren, Kurzbraten, Braten oder Grillen - der Schweinekamm ist ein besonders vielseitiger Zuschnitt, der sich auf verschiedene Weisen zubereiten lässt. Du kannst ihn im Ganzen als Braten zubereiten oder in Scheiben schneiden und als Steaks (ohne Knochen) oder Schweinekoteletts (mit Knochen) verwenden. Gewürfelt oder kleingeschnitten lässt er sich wunderbar als Gulasch, Gyros, Geschnetzeltes oder im Eintopf verarbeiten. In Deutschland wird der Schweinekamm auch gepökelt und unter dem Namen “Kasseler Kamm” serviert. Durch das reichlich enthaltene intramuskuläre Fett bleibt er bei der Zubereitung schön saftig und ist deshalb unter Grillfans sehr beliebt. Aber auch zum Garen bei Niedrigtemperaturen eignet sich dieses Stück besonders gut. Dabei ist vor allem die Zubereitung von “Pulled Pork” hervorzuheben:




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Zubereitung von Pulled Pork

Pulled Pork gehört neben Spare Ribs und Beef Brisket zu der "Heiligen Dreifaltigkeit" und somit zu der Königsdisziplin des amerikanischen Barbecues. Es handelt sich hier um zerzupftes Schweinefleisch, welches bei niedriger Temperatur auf der indirekten Zone des Grills für einen längeren Zeitraum (bis zu 24 Stunden) gegart wird. 

Tipps zum Grillen: 

  • Für Pulled Pork kannst du jeden Grill verwenden, der indirektes Garen ermöglicht. Wichtig ist, dass der Grill konstante Temperaturen halten und der Garraum komplett geschlossen werden kann. Verwende am besten auch eine Tropfschale unter dem Rost, die das Fett auffängt. 

  • Das Fleisch am besten schon am Vortag mit einer Trockengewürzmischung einreiben und über Nacht im Kühlschrank aufbewahren

  • Bringe die Temperatur des Grills auf 110 Grad, lege die Tropfschale unter dem Rost und platziere den Schweinekamm auf die indirekte Zone des Grills. 

  • Am Ende des Garvorgangs, welcher mehrere Stunden dauern kann, sollte die gewünschte Kerntemperatur von 90 Grad erreicht sein. Das Fleisch anschießend noch ca. 30 Minuten ruhen lassen 

  • Am Schluss kannst Du das Fleisch mit zwei Gabeln zerteilen, bitte dazu kein Messer verwenden

Schweinefilet

Schweinefilet

Das Schweinefilet (auch: Lendenbraten genannt) besteht aus einem dünnen, keulenartigen Muskelstrang und befindet sich in der hinteren Hälfte des Schweins unterhalb des Lendenkotellets. Da dieser Muskel vom Schwein kaum bewegt wird, ist das Fleisch nahezu frei von Sehnen und daher unglaublich zart, fettarm und mager. Das macht es zum begehrtesten und auch wertvollsten Zuschnitt vom Schwein.

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Zubereitung

Das Schweinefilet kann grob in drei Teile geteilt werden: Dem Filetkopf, dem Mittelstück und der Filetspitze. Aus dem etwas dickeren Filetkopf lassen sich die bekannten Schweinemedaillons schneiden, in Scheiben oder Würfel geschnitten kannst du ihn auch gut für Geschnetzeltes oder Fondue verwenden. Am besten für Schweinemedaillons eignet sich aber das Mittelstück, da es gleichmäßig dick und gut geformt ist. Die spitz zulaufende Filetspitze wird besonders gerne zu Geschnetzeltem oder “Filet Mignon” verarbeitet. 

Allgemein eignet sich das Schweinefilet in allen Formen sehr gut zum Braten (Kurzbraten) und Grillen, in Würfel oder Streifen geschnitten ist es ideal für Fondue, Gulasch oder Geschnetzeltes. Du kannst es auch wunderbar schmoren, überbacken, spicken und füllen.

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Tipps zum Schonenden Garen

Da das Schweinefilet nut mit sehr wenig Fett durchzogen ist, besteht die Gefahr, dass es bei der Zubereitung schnell austrocknet. Daher sollte es möglichst schonend gegart werden (am besten durch das Niedriggarverfahren). 

Zusätzlich kannst Du es auch mit Speckstreifen umwickeln, um so das Filet vom Austrocknen zu bewahren. 

Tipps

  • Schweinefilet parieren, d.h. von überschüssigem Fett sowie Sehnen und Silberhäuten befreien

  • Zum Kurzbraten eignen sich 4-5cm dicke Medaillons oder 1 cm dicke “Filet Mignons” am besten

  • Brate das Fleisch von allen Seiten kurz an, damit es eine schöne braune Kruste bekommt

  • Anschließend bei 80 Grad für ca. 1 ½ Stunden im Backofen garen lassen, davor kannst Du noch Gewürze, Kräuterzweige und Butter hinzugeben  

  • Die optimale Kerntemperatur sollte ca. 63 Grad betragen

Schweinelachse

Schweinelachse

Unter dem Begriff “Schweinelachs” wird küchensprachlich das sauber parierte, fett– und sehnenfreie Fleisch aus dem Rückenmuskel des Schweins verstanden. Das Fleisch ist feinfaserig, zart, sehr mager und kann von außen noch von einer dünnen Silberhautplatte umgeben sein. Durch seinen puren Fleischgeschmack gilt es als absolute Delikatesse und ist anatomisch gesehen mit dem Roastbeef vom Rind zu vergleichen.

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Zubereitung

Durch das zarte und feinfaserige Muskelfleisch eignet sich der Schweinelachs sehr gut zum Kurzbraten und Grillen. Er wird entweder als Ganzes im Stück zubereitet oder zu Medaillons, Schnitzeln oder Steaks geschnitten. Ähnlich wie beim Schweinefilet gilt aber zu beachten, dass das Fleisch durch den geringen Fettgehalt auch sehr schnell austrocknen kann. 

Dünne, aus dem Schweinelachs geschnittene “Minutensteaks” müssen nur kurz angebraten werden (ca. 30 Sekunden pro Seite), anschließend dann für ca. 5 Minuten ziehen lassen. Beim Grillen sollte das Fleisch kurz bei hohen Temperaturen angegrillt und danach auf dem indirekten Bereich des Grills fertig gegart werden. Schweinelachs lässt sich aber auch im Stück als Schweinebraten zubereiten, welchen Du z.B. mit Obst und Gemüse füllen kannst. Dazu den Braten von allen Seiten für ca. 4-5 Minuten scharf anbraten und anschließend im vorgeheizten Backofen bei 80 Grad auf Kerntemperatur garen lassen. Die ideale Kerntemperatur sollte bei ca. 65 Grad liegen.


Dicke Rippe

Dicke Rippe

Die Dicke Rippe ist ein Teil des Schweinevorderviertels und liegt auf der Bauchseite unterhalb der Schweineschulter. Das Fleisch ist sehr grobfaserig und stark mit Fett durchwachsen.

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Zubereitung

Die Dicke Rippe lässt sich vielfältig verwenden und ist vor allem zum Kochen, Braten und Schmoren geeignet. Durch den hohen Fettgehalt wird das Fleischstück wunderbar zart, vor allem wenn es über einen längeren Zeitraum bei niedrigen Temperaturen gegart wird. Es kann aber auch gepökelt oder geräuchert serviert oder für Gulasch, Rollbraten oder Ragouts verwendet werden. Du kannst es nach Vorliebe mit oder ohne Knochen zubereiten, die Knochen verleihen dem Fleisch aber noch zusätzlichen Geschmack. 

Obwohl die Dicke Rippe eigentlich ein klassisches Schmorgericht ist, kannst Du sie genauso wie Spareribs zum Grillen verwenden. Sie hat zwar einen höheren Fettgehalt als die traditionellen Spareribs, kann dafür aber mit einem höheren Fleischanteil punkten. Hier empfiehlt sich vor allem die “Low and Slow” Zubereitungsmethode im Smoker oder Gasgrill. Der hohe Fettgehalt verhindert dabei, dass das Fleisch schnell austrocknet.

Tipps zum Grillen 

  • Entferne zunächst die Silberhaut von den Rippen

  • Reibe die Rippen anschließend von allen Seiten mit einer Marinade oder einem Barbecue Rub ein, lasse diese/n am besten über Nacht im Kühlschrank einwirken

  • Die Dicke Rippe lässt sich gut nach dem 3-2-1 Prinzip grillen: Dabei heizt Du den Smoker zunächst auf 110-120 Grad auf, die Rippchen bleiben zunächst für 3 Stunden in der Garkammer. Für die 2. Phase verschließt Du die Rippen mit etwas Apfelsaft oder Cidre in einer Alufolien-Tasche (Alternativ gibst Du alles in eine Ofenform und verschließt diese luftdicht mit Alufolie) und lässt die Rippchen so für 2 weitere Stunden bei 120-140 Grad garen. Für die letzte Phase werden die Rippchen ausgepackt und nochmals für eine Stunde bei 150 Grad auf den Smoker gelegt, dabei werden sie alle 15 Minuten mit einer Barbecue Soße bestrichen

Eisbein

Eisbein

Eisbein (auch “Schweinshaxe” genannt) ist ein Teilstück vom Schwein, bezeichnet aber auch gleichzeitig ein traditionell in Deutschland zubereitetes Gericht. Der Zuschnitt befindet sich an den Vorder- und Hinterbeinen des Tieres und wird zwischen dem Kniegelenk (bzw. Ellenbogengelenk) und den Fußwurzelgelenken abgetrennt. Es ist ein stark durchwachsenes Fleischstück, das von einer dicken Fettschicht umgeben ist. Gleichzeitig ist es aber auch sehr zart und aromatisch.

Zubereitung

Eisbein lässt sich auf unterschiedlichste Weisen zubereiten, dabei gibt es Unterschiede je nach Tradition und Region. Generell eignet es sich für Garmethoden wie Kochen, Grillen oder Schmoren, es braucht jedoch in jedem Fall eine lange Garzeit. 

Die Zubereitungsmethoden in Deutschland unterscheiden sich vor allem zwischen dem Norden und Süden: Im Norden wird das Eisbein meist vorgepökelt und anschließend in einem Würzsud mit Looerbeerblättern über mehrere Stunden gekocht. Es ähnelt dann einem Kochschinken, die Schwarte wird weich und Gelatine-ähnlich. Traditionell wird es dann mit Sauerkraut und Erbspürree serviert. 

Im Süden wird es hauptsächlich ungepökelt zubereitet dann und im Ofen gebraten oder gegrillt. Die Schwarte verwandelt sich dadurch in eine mürbe, knusprige Kruste. Serviert wird das Eisbein dann häufig mit einer würzigen Biersoße und Kartoffelknödeln. In Bayern sind knusprige Schweinehaxen vom Drehspieß ein beliebtes Gericht auf Volksfesten. 

Woher kommt der Name "Eisbein"?

Was es mit dem Namen “Eisbein” auf sich hat, ist nicht zweifelsfrei geklärt. Es gibt jedoch unterschiedliche Erklärungen und Theorien. Die verbreitetere Theorie besagt, dass sich das Wort von der früher üblichen Verwendung ableitet, denn oft wurden die robusten Schienbeinknochen, die vom Eisbeinfleisch umgeben sind, für Schlittschuhe verwendet. Noch heute werden Schlittschuhe auf Schwedisch “isläggor” bezeichnet, was wörtlich übersetzt dem deutschen Begriff für Schweinshaxen entspricht. Eine alternative Erklärung ist, dass Eisbein vom althochdeutschen Wort “īsbēn” abgeleitet wurde. Diese Wort entstammt der alten Fachsprache von Jägern und Medizinern und bezeichnet das Hüftbein.

Eisbein kochen

  • Eisbein zusammen mit Zwiebeln, Möhren und Gewürzen in einen Topf geben und mit Wasser aufgießen. Das Eisbein sollte dabei vollständig mit Flüssigkeit bedeckt sein. Danach kräftig salzen

  • Das Eisbein im Sud simmern lassen, bis das Fleisch weich geworden ist und sich ohne Probleme vom Knochen lösen lässt. Dies kann, je nach Gewicht, einige Stunden dauern.

  • Möchtest Du eine knusprige Kruste erhalten, grille das Eisbein anschließend im Ofen leicht an (10-30 Minuten bei ca. 200 Grad). Begieße das Fleisch dabei regelmäßig mit dem Sud, um zu verhindern, dass die Kruste anbrennt

Eisbein grillen

  • Um mehr Geschmack in das Fleisch zu bringen, schneide die Schwarte vor dem Grillen mit einem scharfen Messer kreuzweise ein und reibe sie mit etwas Salz und Kümmel ein. Anschließend für ca. 20 Minuten einwirken lassen.

  • Den restlichen Teil des Eisbeins mit einer Gewürzmischung einreiben

  • Bereite Deinen Grill für indirektes Grillen vor und heize ihn auf ca. 180 Grad auf 

  • Grille das Eisbein für 1-2 Stunden, bis eine Kerntemperatur von 80 Grad erreicht ist 

  • Platziere beim Grillen eine Abtropfschale mit etwas Wasser unter dem Rost, um das Fett und den Bratensaft aufzufangen. Dies kannst Du später für eine köstliche Soße verwenden

  • Glasiere das Eisbein während der letzten Grillminuten immer wieder mit einer Honig-Bier Mischung, um der Kruste noch mehr Geschmack zu geben 

  • Alternativ kannst Du das Eisbein vor dem Grillen auch vorkochen. Koche dazu einen Topf mit Wasser, Zwiebeln, Pfefferkörnern, Loorbeer- und Wacholderbeeren kurz auf und lasse das Eisbein für 90 Minuten darin sieden, bevor Du es auf den Rost legst

Schweinebauch

Schweinebauch

Als “Schweinebauch” werden die Fleischstücke bezeichnet, welche im Bereich des hinteren, unteren Brustkorbs des Schweins liegen. Sie nehmen die gesamte Unterseite des Tieres ein. Der Schweinebauch ist mit einem Fettgehalt von ca. 30 % das fettreichste Teilstück vom Schwein. Er wird in der Küche vor allem wegen seines aromatischen und herzhaften Geschmacks geschätzt.

Zubereitung

Ob Kochen, Braten, Schmoren, Grillen oder Pökeln - der Schweinebauch kann auf vielfältige Weise zubereitet werden. Dabei lässt er sich grob in drei verschiedene Zuschnitte unterteilen, welche sich in der Verwendung unterscheiden: 

Die verschiedenen Zuschnitte des Schweinebauchs

  • Das fleischärmere, obere Drittel wird auch “Leiterchen” oder “Schälrippe” genannt. Das Fleisch ist mit parallel zueinander verlaufenden Rippen durchzogen und besonders schmackhaft. Es wird vor allem für die Zubereitung von “Spare Ribs” verwendet. Das Fleisch zwischen den Rippen ist langfaserig und mit Fett und Bindegewebe durchzogen, daher eignet es sich vor allem für langsame und schonende Garmethoden. 

  • Der vordere Teil der unteren zwei Drittel wird zum eigentlichen “Schweinebauch” geschnitten. Der fettreiche und langfaserige Zuschnitt besitzt eine fast gleichmäßig rechteckige Form und wird oft mit Haut (“Schwarte”) angeboten. Das Bauchfleisch kann gepökelt und geräuchert werden und eignet sich bestens für die Herstellung von Frühstücksspeck (Bacon), welcher in Scheiben oder Würfel geschnitten in verschiedensten Gerichten verwendet werden kann. 

  • Im Ganzen kannst Du den Schweinebauch auch als Schweinebraten (Krustenbraten) zubereiten, wobei sich die Schwarte beim Braten in eine knusprige, braune Kruste verwandelt. In Scheiben geschnitten (oder im Stück) wird er häufig auch zum Grillen angeboten. Zudem lässt er sich gut als Geschmacksträger in Eintöpfen und Schmorgerichten verwenden. 

  • Der hintere, untere Teil des Schweinebauchs wird auch “Bauchlappen” genannt. Er zeichnet sich durch dünnes Gewebe aus, welches dem Tier zum Schutz der Innereien dient. Durch seinen hohen Gehalt an Bindegewebe und Fett ist er vor allem zum Kochen und Schmoren geeignet. Eine häufige Verwendung findet er aber auch bei der Herstellung von Wurst und Hackfleisch. 

Spare Ribs

  • Spare Ribs gehören neben dem “Pulled Pork” und “Beef Brisket” zur Heiligen Dreifaltigkeit des Amerikanischen Barbecue. Traditionell werden sie über mehrere Stunden lang bei geringer Hitze gegart, bis sie saftig und zart sind. Eine beliebte Variante zur Zubereitung ist auch die 3-2-1 Methode: Dabei werden die Rippchen zunächst für 3 Stunden geräuchert, dann für 2 Stunden gedämpft und abschließend nochmals eine Stunde gegrillt und mit Barbecue-Soße glasiert. 

  • Entferne zunächst auf der Knocheninnenseite die Silberhäute und schneide überschüssiges Fett und Fleischfetzen ab

  • Würze die Rippchen mit einem trockenen Barbecue Rub und lasse diesen für 20-30 Minuten einwirken

  • Phase 1: Regel Deinen Grill (Kugel- Räucher oder Gasgrill) auf 120 Grad ein und lege die Räucherholz Stücke auf die glühenden Briketts, sodass Rauch entsteht. Achte auf jeden Fall auf die richtige Dosierung, denn zu viel Rauch kann den Rippchen einen bitteren Geschmack geben. Platziere die Ribs auf dem Rost und schließe den Deckel. Das Fleisch sollte nun für 3 Stunden bei konstanten 120 Grad geräuchert werden.

  • Phase 2: Wickel die Ribs vollständig in Alufolie ein und gib einen Schluck Flüssigkeit dazu (z.B. Apfelsaft, Cidre, Wein, Bier) zu. Lege die fest umwickelten Rippchen dann wieder auf den Grill, wo sie für zwei weitere Stunden bei 120 Grad gedämpft werden 

  • Phase 3: Nimm die Rippchen aus der Alufolie und bestreiche sie mit einer Barbecue Soße. Lege sie für eine Stunde zurück auf den indirekten Bereich des Grills bei 120 Grad. Das Bestreichen kannst Du nach einer halben Stunde wiederholen. 

  • Am Ende dieses Vorgangs sollten die Ribs so mürbe und zart sein, dass sie fast von selbst vom Knochen fallen.

Schweinekotelett

Schweinekotelett

Schweinekoteletts werden aus dem Kotelettstrang im Rücken des Schweins geschnitten. Dieser zieht sich vom Nacken bis zur Hüfte des Tieres, die einzelnen Zuschnitte befinden sich dabei beidseitig der Wirbelsäule und beinhalten den ansitzenden Wirbelknochen.

Das Fleisch ist feinfaserig, sehr zart und gehört durch seinen geringen Fettgehalt zu den eher mageren Teilstücken vom Schwein. Oben auf liegt eine Fettschicht, welche dem Fleisch bei der Zubereitung Saftigkeit und noch mehr Geschmack verleiht.

Zubereitung

Schweinekoteletts können sich je nach Lage am Kotelettstrang voneinander unterscheiden. Während die vorderen Fleischstücke am Nacken und in der Mitte (Nackenkoteletts, Stielkoteletts, Rippenkoteletts) stärker marmoriert, saftiger und aromatischer im Geschmack sind, ist das Filetkotelett eher mager und knochenarm. 

Generell werden Koteletts gerne als Kurzbratenstück verwendet, außerdem eignen sie sich sehr gut zum Grillen und Panieren. Der Knochen verlangsamt beim Braten den Garvorgang und verhindert somit, dass das Fleisch zu viel Flüssigkeit verliert. So kann es ein kräftiges Aroma entwickeln, das Bindegewebe vom Knochen hält es zudem schön saftig.

Schweinekotelett braten

  • Nimm das Fleisch ca. 1 Stunde vor der Zubereitung aus dem Kühlschrank

  • Fülle etwas Öl in eine Pfanne und erhitze diese auf hoher Stufe

  • Koteletts von beiden 2-3 Minuten scharf anbraten, bis sie schön gebräunt sind

  • Drehe den Herd anschließend auf mittlere Stufe zurück und setze das Anbraten für jeweils ca. 4 Minuten fort

  • Alternativ kannst Du die Koteletts auch im Ofen fertig garen lassen, entweder etwas langsamer und schonend bei 80-90 Grad - oder, wenn es schneller gehen muss, bei 120-140 Grad

  • Die optimale Kerntemperatur liegt bei 58-62 Grad (rosa) und 65 Grad (durch)

  • Um sicherzustellen, ob das Fleisch durchgebraten ist, kannst Du auch einen kleinen Schnitt entlang des Knochens machen. Hier sollte das Fleisch nur noch leicht rosa sein und nicht mehr blutig 

  • Möchtest Du das Kotelett vorab panieren, kannst Du eine Panade aus Mehl, Ei, Sahne und Paniermehl anmischen und das Fleisch vor dem Braten darin wenden

Schweinekotelett grillen

  • Hast Du eine Marinade vorbereitet, lege die Koteletts vor dem Grillen für mindestens 2 Stunden darin ein 

  • Koteletts abtupfen und den Grill für direkte & indirekte Hitze vorbereiten

  • Koteletts auf den Grillrost legen und von beiden Seiten für 3-5 Minuten bei hoher Hitze angrillen, anschließend auf dem indirekten Bereich platzieren und für 10-15 Minuten fertig garen lassen, bis die gewünschte Kerntemperatur erreicht ist

  • Anschließend für 5 Minuten ruhen lassen 

  • Die optimale Kerntemperatur liegt bei 58-62 Grad (rosa) und 65 Grad (durch)

  • Um sicherzustellen, ob das Fleisch durchgebraten ist, kannst Du auch einen kleinen Schnitt entlang des Knochens machen. Hier sollte das Fleisch nur noch leicht rosa sein und nicht mehr blutig

Spare Ribs

Spare Ribs

Was ist besser als perfekt gegrillte Spareribs? Die Ribs lassen sich leicht in ideale Portionsgröße schneiden und sind heiß und kalt sehr lecker. Sie gehören neben dem “Pulled Pork” und “Beef Brisket” zur Heiligen Dreifaltigkeit des Amerikanischen Barbecue. Die parallel zueinander verlaufenden Rippen werden dabei aus dem Schweinebauch geschnitten und sind unglaublich schmackhaft. Da das Fleisch zwischen den Rippen aber mit Fett und Bindegewebe durchzogen ist, eignet es sich am besten für langsame und schonende Garmethoden. 

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Grillen

  • Traditionell werden Spare Ribs über mehrere Stunden lang bei geringer Hitze gegart, bis sie saftig und zart sind. Eine beliebte Variante zur Zubereitung ist auch die 3-2-1 Methode: Dabei werden die Rippchen zunächst für 3 Stunden geräuchert, dann für 2 Stunden gedämpft und abschließend nochmals eine Stunde gegrillt und mit Barbecue-Soße glasiert. 

  • Entferne zunächst auf der Knocheninnenseite die Silberhäute und schneide überschüssiges Fett und Fleischfetzen ab

  • Würze die Rippchen mit einem trockenen Barbecue Rub und lasse diesen für 20-30 Minuten einwirken

  • Phase 1: Regel Deinen Grill (Kugel- Räucher oder Gasgrill) auf 120 Grad ein und lege die Räucherholz Stücke auf die glühenden Briketts, sodass Rauch entsteht. Achte auf jeden Fall auf die richtige Dosierung, denn zu viel Rauch kann den Rippchen einen bitteren Geschmack geben. Platziere die Ribs auf dem Rost und schließe den Deckel. Das Fleisch sollte nun für 3 Stunden bei konstanten 120 Grad geräuchert werden.

  • Phase 2: Wickel die Ribs vollständig in Alufolie ein und gib einen Schluck Flüssigkeit dazu (z.B. Apfelsaft, Cidre, Wein, Bier) zu. Lege die fest umwickelten Rippchen dann wieder auf den Grill, wo sie für zwei weitere Stunden bei 120 Grad gedämpft werden 

  • Phase 3: Nimm die Rippchen aus der Alufolie und bestreiche sie mit einer Barbecue Soße. Lege sie für eine Stunde zurück auf den indirekten Bereich des Grills bei 120 Grad. Das Bestreichen kannst Du nach einer halben Stunde wiederholen. 

  • Am Ende dieses Vorgangs sollten die Ribs so mürbe und zart sein, dass sie fast von selbst vom Knochen fallen.

Krustenbraten

Krustenbraten

Der Krustenbraten vom Schwein ist ein beliebtes Sonntags- oder Festtagsessen und damit ein echtes Highlight für die ganze Familie. Er überzeugt durch sein saftiges Fleisch mit knuspriger gebratener Schwarte. Der Zuschnitt stammt aus der Schweineschulter.

Aus dem Backofen

  • Schneide die Schweineschwarte vor der Zubereitung mit einem scharfen Messer kreuzweise ein, sodass kleine Würfel entstehen. Ist diese zu hart zum Einschneiden, kannst Du den Braten vorab auch mit der Schwarte nach unten in einen Bräter geben und in etwas heißem Wasser baden lassen, sodass sie aufweicht 

  • Danach trocken tupfen und den Braten kräftig würzen (mit z.B. Salz und Knoblauch), dabei beachten, dass auch die Einschnitte gut gewürzt sind 

  • Möchtest Du schöne Röstaromen erhalten, kannst Du den Braten auch vorher kurz in etwas Öl anbraten, dies ist jedoch nicht unbedingt notwendig

  • Gib den Braten mit der Schwarte nach oben in einen Bräter und gieße ca. 0.5 l Wasser/Brühe auf

  • Brate den Krustenbraten für ca 1 ½ - 2 Stunden bei 180-200 Grad und fülle bei Bedarf Flüssigkeit nach. Die letzten 15 Minuten kannst Du die Temperatur erhöhen bzw. die Grillfunktion nutzen, um die Kruste schön kross zu bekommen. 

  • Vor dem Ende der Garzeit kannst Du den Braten auch noch mit Salzwasser oder Honig glasieren, damit die Kruste extra köstlich wird